| Etwas Pech |
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| Geschrieben von: Administrator |
| Donnerstag, 02. April 2009 um 22:04 Uhr |
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Angefangen hat alles schon am Anfang unseres Urlaubs. Beim Transport unserer Ausrüstung kippte ein ungesichertes Tauchgerät auf die Flossen von Michi, was aber niemand bemerkte. In die Flossen hat er wie immer seine Tauchmaske gesteckt. Jedoch erst auf dem Boot am Tauchplatz bemerkte Michi sein Pech: Das Glas der Maske hat sich in hunderte Scherben zerlegt. Zum Glück hatte der Guide eine Ersatzmaske dabei. Zwei Tauchgänge am Tag: An dieses Prinzip halten uns mit ganz wenigen Ausnahmen seit Jahren Schliesslich wollen wir noch viele lange Jahre tauchen können und unseren Gesundheit nicht durch Unterkühlung und zu vielen Mikroblasen belasten. (Da hilft übrigens auch kein Nitrox, obwohl dies irrtümlich immer noch viele Taucher glauben.) Schön und gut - so sind meistens unsere Tauchgänge. Schön ist es auch, auf der Rückfahrt nach einem Tauchgang sich die Haare durch den warmen Fahrtwind trocknen zu lassen. Immer und immer wieder. Daniela lässt aber immer die Kopfhaube an. Michi nicht. Und Michi war auch derjenige, der nach ein paar Tagen eine ganz leichte Erkältung hatte. Szenenwechsel: Die Tauchfotos müssen vom Chip geladen und gleich auf bearbeitet werden. Also rasch das Tauchgehäuse der Kamera öffnen und... hoppla, gleitet die Kamera aus Michis Händen. Kurz versucht dem bevorstehenden Unglück mit einen Nachfassgriff ein Ende zu setzen, beschleunigte doch eher den Prozess des Unglücks. Merke: "Der Steinboden ist des Kameras Tod." Und anscheinend war Michi nicht der Erste, der diesen Merksatz kennenlernen musste. Michi hob die Kamera auf und schaltet sie ein. Aha, die Linse fährt aus, sie läuft noch. Uff - nochmals Glück gehabt. Doch der Blick ins Display war vernichtend. Ein grosser Riss war über den kleinen Bildschirm zu sehen. Anstatt schöne Erinnerungen vom letzten Tauchgang, waren nur helle und dunkle Flecken zu sehen. Günter ist ein super Unterwasserfotograf und hat immer eine Ersatzkamera aus seinem Fundus parat. Michi bekam eine Olympus 7070. Eine super Kamera mit einem, für Michis Verhältnisse grossem Tauchgehäuse. Günter gab die entsprechenden Instruktionen. Nirgends anschlagen, nicht tiefer als 35m, usw. Michi hielt sich an die Abmachung und gewöhnte sich rasch an die Leih-Ausrüstung. Und so tauchten wir weiter bis zur nächsten Tauchpause. Am letzten Tag vor der Tauchpause ankerten wir am Punta Restinga 3. Ein etwas exponierter Tauchplatz, da kein Riff und nichts den Wellen entgegenstellte. So bekamen wir die ganze Wucht ab, was die Wellen auf 100erte von Kilometern seit der afrikanischen Küste aufgebaut haben. "Luft aus dem Jacket und reinplumpsen lassen mit Griff am Boot, schnell nach vorne Hangeln und am Ankerseil abtauchen." Das war das Kommando unseres Guides. Michi ging wie immer als letzter von Bord, da er wegen der Ausrüstung etwas Platz brauchte. Und hoppla - war die Strömung etwas heftig, also rasch im letzten Moment die Leine gegriffen. In einer Hand die teure Leihkamera, in der anderen Hand die Leine. Mühsam kämpfte er sich nach vorne, wo er am Ankerseil abtauchen konnte. Dummerweise hatte er noch etwas Luft im Jacket. Also wollte er sich mit einer Hand am Ankerseil etwa einen Meter unter die Wasseroberfläche ziehen, damit er besser abtauchen konnte. Genau in diesem Moment drückte ihn eine grosse Welle noch weiter unter Wasser. Der Druck auf den Ohren zeigte deutlich, dass es höchste Zeit war einen Druckausgleich zu machen. Der Rest der Gruppe war schon auf 12m und warteten schon etwas ungeduldig. Also rasch die Nase zu halten und einen schnellen Druckausgleich und... - irgendwie war der Druckausgleich anders als sonst. Ein komisches Knackgeräusch. Schmerzen? Nein. Also weiter tauchen. Es kam wie es kommen musste: Der Fahrtwind trocknete wieder die Haare. Am Nachmittag nochmals einen Tauchgang. Michi hatte grosse Mühe mit dem Druckausgleich. Zum Glück waren ja jetzt drei Tage Tauchpause angesagt. Auch nach dem Tauchgang war wieder Haaretrocknen angesagt. Wasser in den Ohren... - irgendwie hatte Michi das Gefühl nach dem Tauchgang Wasser in den Ohren zu haben. Alles was an Taucher-Tipps zur Verfügung stand wurde angewandt. Vor allem das Spülen der Ohren mit Süsswasser. Aber nichts nutzte. Während der Tauchpause bekam Michi etwas Ohrenschmerzen. Zuerst nur ein wenig. Dann aber immer heftiger. Am Morgen nach der Tauchpause ging es anstatt in die Tauchbasis zum Arzt. Der Arzt untersuchte das Ohr. Schrieb ein Rezeptverbot und gab in Spanisch, gebrochenem Englisch und etwas Deutsch zu verstehen: Tauchverbot. Das einzig positive in diesem Moment war: Es waren zu diesem Zeitpunkt nur noch drei Tage Tauchen geplant. Aber die Negativ-Liste war länger: Tauchverbot, Wegen Antibiotika kein Sonnenbaden, die Schmerzmittel machten müde, etc. So brachte Michi den Rest der Ferien über die Runden und liess zu Hause das Ohr nochmals untersuchen. Das Trommelfell ist leicht perforiert, aber bereits schon fast wieder geheilt. 6 Wochen Tauchpause... Am selben Tag erreichte uns aus El Hierro ein Mail: Die lang ersehnten Mantas seien am Tag unserer Abreise aufgetaucht. in diesem Urlaub hatten wir nur ein wenig Pech oder? |
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, 02. Mai 2009 um 18:12 Uhr |